Extrem schwer – was geschah danach?!
Vielleicht hast Du, wie viele andere Millionen Menschen am 28. April unser Extrem schwer – Spezial gesehen und hast Dich gefragt, warum wir – oder gerade auch ich – bei den „vor Operation“ abgedrehten Sequenzen um einiges dünner und definierter waren als nachher.
Ich muss ganz klar sagen – und das ist natürlich nicht leicht -, dass ich nach den Operationen viel zu viel zugenommen habe – nicht nur die Zahl zu sehen, sondern es zu akzeptieren und wieder ändern zu wollen. Natürlich kann ich sagen „Liegt alles an den Operationen“, „Ich konnte nicht, wie ich wollte“, „Es war schwer“ – all das trifft auch zu, aber letztlich muss ich mir eingestehen, dass diese „Ausreden“ oder „Gründe“ dort oben eine gewisse Zunahme rechtfertigen, aber nicht 30 Kilogramm.
Die Zeit nach Extrem schwer und vor den Operationen war gar nicht so schwierig. Wie im Spezial geschildert, bin ich nach dem abgedrehten Finale im Juli 2013 recht schnell ausgezogen. Ich fing sofort nach dem Finale an bei Outdoor Gym, Felix Klemme’s Firma, zu arbeiten.
Am Anfang pendelte ich von Inden nach Bonn, im September zog ich dann um, nach Bonn in meine WG.
Mein neuer Arbeitsalltag von morgens 9 Uhr bis teilweise abends um 20 Uhr machte es mir zwar schwer täglich zum Sport zu gehen, aber erleichterte mir die Sache mit dem Essen ungemein. Meine Arbeitskollegen waren zwar alles Bürohengste, aber die normale Definition – dieser „Bürostuhlakrobaten“, wie ich früher einer war – war bei denen natürlich Fehl am Platz.
Ausgewogene und gesunde Ernährung stand dort meistens auf dem Speiseplan. So fiel es mir nicht schwer, mittags Quark und gefühlt 1 Tonne Obst zu essen oder schnell selbst einen Salat zusammen zu schnibbeln.
Das war das schöne Leben, das hätte immer so weitergehen können – während ich also hin und wieder Drehtage mit RTL2 hatte und weiterhin in meinem Fitness-Flow war, lief die ganze Sache runder als anfänglich erwartet.
Körperfettanteil von 53% auf 19,6% reduziert
Jetzt machen wir einen Sprung von 9 Monaten.
Kurz vor der ersten Operation war ich in der Form meines Lebens, ich konnte trotz überschüssiger Haut ziemlich effektiv und mit Fortschritten Sport machen. Die Ernährung lief auch super, das gelegentliche „hier und da etwas gönnen“ fiel nicht ins Gewicht.
Innerhalb von 1,5 Jahren konnte ich meinen Körperfettanteil von 53% auf – allzeit Rekordwert – 19,6% senken.
29. März 2014, Tag der ersten Operation
Wir schreiben den 29. März 2014. Der Tag der ersten Operation – unteres Bodylift, vertikal Schnitt Bauchdecke – mit Straffung der Bauchmuskeln – bis zur Brust. Zusätzlich entschieden wir uns die Oberschenkel sofort mit zu straffen.
Als ich Abends aufwachte, war meine erste Frage „Wie viel Kilo sind weg?“, diese wurde mit „Fast 9 Kilo Haut“ beantwortet. Ich war von der Narkose noch total benebelt und dementsprechend kann ich nicht mehr viel zu Schmerzen oder Gefühlen sagen, allerdings war dieses ungewohnte „Spannungsgefühl“ sehr schmerzhaft.
14 Tage Krankenhausaufenthalt, 14 Tage lang Krankenhauskost ( Warum serviert man eigentlich gerade den Menschen dort keine gesunde, nährstoffreiche Kost?! ).
Es wird einem von den Ärzten abgeraten sich zu wiegen, weil der Körper schnell versucht das verloren gegangene Gewebe zu ersetzen und man so sehr schnell, sehr viel zu nimmt.
Am Tag der Entlassung wollte ich mich dann doch mal wiegen. Die Ärzte hatten nicht zu viel versprochen, 114 Kilo ins Krankenhaus rein, 9 Kilo Haut weg – nach meiner Rechnung also Post-OP 105 KG. Als ich auf die Waage stieg, war ich 122 Kilo schwer.
Als ich nach 14 Tagen nachhause kam, konnte ich nichts. Treppen steigen unter Schmerzen und mit enormen Zeitaufwand war das einzige, was ich nahezu selbstständig alleine leisten konnte. Meine Mitbewohner haben mir in der Zeit überhaupt ein nachhause kommen erst ermöglicht, weil sie sich frei genommen oder ihre Tage so geplant haben, dasss ich nicht zu lange alleine war. Selbst ein aufstehen aus dem Bett, war anfänglich alleine nicht machbar.
Ich fiel 5 Monate krankgeschrieben aus. Dann kam mein Mallorca Urlaub, diesen wollte ich eigentlich nutzen um endlich wieder Sport zu treiben, am Strand zu laufen und mich auf mich zu konzentrieren, hat nicht geklappt.



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